Warum dein Hund ständig Juckreiz hat – es könnte an diesem Futtermittel-Zusatz liegen

Warum dein Hund ständig Juckreiz hat – es könnte an diesem Futtermittel-Zusatz liegen

Es gibt so Tage, da begibt man sich auf Recherche und weiß irgendwann nicht mehr, wohin mit seiner Aufregung. Auf gut Deutsch: Man könnte einfach nur kotzen.

Die Suche nach Klarheit: Konservierungsmittel im Hundefutter

Zurück an den Anfang. Ich wollte einen Blogbeitrag schreiben über Konservierungsmittel im Hundefutter. Klingt banal, oder? Gibt es ja genug im Internet.

Aber: Jeder schreibt von jedem ab, keiner weiß etwas Genaues. Und genau das ist einer meiner größten Trigger.
Dieses Halbwissen, das sich im Netz verbreitet, in allen Branchen. Aber in der Hundeernährung fällt es mir besonders auf.

Was sind Konservierungsmittel und warum sind sie im Hundefutter?

Muss ich nicht erklären? Vielleicht doch. Kurzform: Fette werden ranzig, wenn sie mit Sauerstoff in Kontakt kommen, das nennt sich Oxidation.
Ein Konservierungsmittel verzögert diesen Prozess. Daher sind viele davon Antioxidantien, aber nicht alle.

Und genau da fängt mein erster Aufreger an.

Antioxidantien – die „Superzutat“?

Manche Hersteller verkaufen diese Antioxidationsmittel als tolle Superzutaten für ein langes (Hunde)Leben.
Ja, manche davon könnten theoretisch gesund sein, nehmen wir Zitronensäure.
Ein Spritzer Zitronensaft auf den Apfel verhindert das Braunwerden, ebenfalls ein Oxidationsprozess.

Aber: Was in der Zitrone wirklich gesund ist, ist das Vitamin C, nicht die Zitronensäure. Im Gegenteil: Die kann sogar auf Dauer den Zahnschmelz schädigen.

Versteckte Zusatzstoffe: „Technologische Zusatzstoffe: Antioxidantien“

Schon mal auf einer Futterverpackung gelesen? So deklarieren Hersteller diese Zusatzstoffe.
Und was bekommst du dazu? Ein Rätsel. Auf Nachfrage kam sinngemäß von einem Hersteller:

„Die Antioxidantien schützen Zellen vor freien Radikalen und sind somit ein toller Inhaltsstoff.“

Aha. In meiner Sprache heißt das:

„Der Stoff verhindert Oxidation und macht den denaturierten Kram in der Packung so haltbar, dass der Handel ihn problemlos ein Jahr ins Regal stellen kann.“

Wenn es wirklich ein super Inhaltsstoff wäre, würde er vorn auf der Verpackung stehen, groß und deutlich. Aber nein, hinten, ganz klein. Und auf Nachfrage? Schweigen oder PR-Gelaber.

Nicht alle Konservierungsmittel sind Antioxidantien

Zum Beispiel Sorbinsäure. Die soll Schimmelbildung verhindern und steckt vor allem in diesen unsäglichen „Halbfeuchtfuttern“.

Dann gibt es noch jene Konservierungsstoffe, die gezielt als gesund verkauft werden, wie Vitamin E. Oft steht auf der Packung: „stark tocopherolhaltige Extrakte“.

Vitamin E im Hundefutter eine gefährliche Überdosis?

Ich habe mal eine Ration berechnet und mit dem Tagesbedarf eines Hundes verglichen. Ergebnis: Vitamin E fast 1.000-fach überdosiert.
Als fettlösliches Vitamin wird es in der Leber gespeichert, potenziell schädlich.
Beim Menschen kann zu viel Vitamin E zu Muskelschwäche, Müdigkeit, Übelkeit und Durchfall führen.

Aber ein Mensch isst nicht jeden Tag dasselbe Produkt.
Hunde hingegen bekommen oft jeden Tag dasselbe Trockenfutter, über Monate und Jahre hinweg. Und dann noch Leckerlis, Pasten, Snacks…

Die wirklich kritischen Stoffe: BHA, BHT und Propylgallat

Jetzt zu meinem Aufreger Nummer zwei. Ich wollte wissen: Wer gibt diese Stoffe offen an?

Also habe ich gegoogelt:

  • „BHA BHT Futter“ – nichts.

  • „E320“ (das ist BHA) – kaum etwas.

  • „Technologischer Zusatzstoff: E320“ – auch Fehlanzeige.

  • Dann plötzlich: „1b320i“ auf einer Packung.

Also wieder Google – nichts.
DuckDuckGo? Ein paar Treffer. Erschreckend, aber nicht wirklich hilfreich.

Fakt ist: Diese Konservierungsmittel stecken oft in Tierfuttern, gerade bei Tieren, die sich nicht wehren können: Legehennen, Kälber, Lämmer.
Und selbst in Vitaminpasten für Hundewelpen. Oder in Pferdemüslis.

Ich gehe hier nicht darauf ein, was diese Stoffe genau im Körper anrichten können.
Für mich zählt nur eins: Der Mist gehört nicht in den Körper. Punkt.

Die Summe macht das Gift, meine Erfahrung aus 20 Jahren

Ich habe in den letzten 20 Jahren unzählige Hunde mit Krebs, Allergien und Futterunverträglichkeiten begleitet.
Da wird eins klar: Es liegt nie nur an einem Stoff. Aber irgendwann kippt das Fass.

Chemie hier, Medikamente da, Pestizide draußen, Weichspüler im Körbchen und dann noch täglich Konservierungsmittel im Futter.

Wenn du schon auf die Ernährung achtest, dann bitte auch auf die Zusatzstoffe. Damit kannst du zumindest diesen Einfluss minimieren.

Die Intransparenz: Warum findet man diese Infos nicht?

Zurück zu meiner Recherche:
Ich fand kein einziges Trockenfutter, bei dem die problematischen Konservierungsmittel klar deklariert waren.
Und das ist kein Zufall.

Früher galt: Nur auf den großen Säcken (12–15 kg) musste die volle Deklaration stehen. Auf den kleinen Tüten reichte eine abgespeckte Version.
Manche Hersteller packen den Text sogar in fünf Sprachen und sparen dann an wichtigen Infos.

Aktive Verpackungen – der nächste Knaller?

Und dann bin ich noch über einen Artikel der Verbraucherzentrale NRW gestolpert:
👉 Aktive Verpackungen bei Lebensmitteln

Theorie: Verpackungen selbst können mit Konservierungsmitteln wie BHA oder BHT beschichtet sein, ohne Deklarationspflicht.

Ob das bei Hundetrockenfutter schon gemacht wird? Keine Ahnung. Aber wenn ja, würde das einiges erklären.


Mein Fazit: Augen auf beim Hundefutter-Kauf

Ich will keine Panik machen, aber dich sensibilisieren.
Wenn du ein Produkt kaufst, das dein Hund jeden Tag bekommt, musst du wissen, was drin ist.

➡️ Lies die Rückseite.
➡️ Achte auf Begriffe wie „technologische Zusatzstoffe“, „Antioxidantien“ oder E-Nummern.
➡️ Vermeide halbfeuchte Futtersorten.
➡️ Frag beim Hersteller nach und kauf nichts, wenn du keine klare Antwort bekommst.

Dein Hund kann nicht sagen, wenn ihm etwas nicht bekommt. Aber du kannst es ihm abnehmen. Und wenn du’s wissen willst: Ich unterstütze dich gerne mit einer individuellen Bioresonanzanalyse für deinen Hund.

💛 Dein Hund wird es dir nicht morgen danken, aber langfristig ganz sicher. Und ich sowieso.

Über den Autor

Über den Autor

Roland Grünewald ist ein erfahrener Tierheilpraktiker, spezialisiert auf die Ernährung und Gesundheit von Hunden. Seit dem Jahr 2006 widmet er sich der ganzheitlichen Tiermedizin, mit einem besonderen Fokus auf Windhunde und Rhodesian Ridgebacks.

Seine Expertise umfasst Ernährungsberatung, Traditionelle Chinesische Medizin und Physiotherapie. Durch kontinuierliche Weiterbildung und praktische Erfahrung entwickelt er individuelle Therapiepläne, die auf die speziellen Bedürfnisse jedes Hundes zugeschnitten sind, um deren Wohlbefinden und Gesundheit zu optimieren.

In seinem Blog teilt er wertvolle Tipps und neueste Erkenntnisse aus der Praxis, die Hundebesitzern helfen, ihre vierbeinigen Freunde gesund und glücklich zu halten.